Bayerische Obstbrandprämierung 2014

Vier Goldmedaillen für Obstbrenner Georg Esterl

Teilnehmer aus Niederreisbach bei der Bayerischen Obstbrandprämierung erfolgreich

Toller Erfolg für Obstbrenner Georg Esterl aus Niederreisbach: Bei der Bayerischen Obstbrandprämierung 2014 hat er vier Goldmedaillen gewonnen. Die Medaillen konnte er bei der Siegerehrung im Bayerischen Landwirtschaftsministerium in München in Empfang nehmen.

Prmierung2014

Annähernd 500 Proben haben Mitglieder der drei Bayerischen Brennerverbände vom Bodensee,

aus Franken und aus Südostbayern zur Prämierung eingereicht. Das bedeutet einen neuen Teilnahmerekord. Rekordmarken gab es auch bei den Goldmedaillen (270) und bei den Bränden, die ohne Auszeichnung blieben. Nach umfangreichen analytischen Untersuchung an der TU Weihenstephan-Triesdorf und an der Landesanstalt in UrkundeVeitshöchheim sowie der sensorischen Bewertung durch geprüfte Edelbrandsommeliers am Institut für Lebensmitteltechnologie in Weihenstephan blieben bereits 77 Proben auf der Strecke, weil sie den strengen Anforderungen nicht genügten.

Das am höchsten bewertete Produkt von Esterls Goldmedaillenbränden war ein Zwetschgenbrand, dem die Tester, lauter ausgebildete Edelbrandsommeliers, 95 von 100 möglichen Punkten zubilligten. Das Edeldestillat landete damit in der absoluten Spitzengruppe der zu diesem Qualitätswettbewerb eingereichten Brände. Ebenfalls weit über dem Durchschnitt bewertet wurde ein Brand aus Wildbirnen mit 92,3 Punkten. Ein ganz außergewöhnliches Destillat aus der Brennerei in Niederreisbach wurde ebenfalls für Gold-würdig befunden: ein Obstler – allerdings nicht, wie üblich, aus Äpfeln und Birnen, sondern aus Marillen und Birnen. Das ist ein interessantes Destillat für alle, die gerne mal auf geschmackliche Entdeckungsreise gehen, wie es einer der Tester ausdrückte. Der vierte Goldbrand aus dem Hause Esterl ist der traditionelle Kriacherlbrand, mit dem Brenner Georg Esterl schon vor Jahren für Schlagzeilen sorgte.

Bei der Siegerehrung würdigte Landwirtschaftsminister Helmut Brunner das Streben der Bayerischen Kleinbrenner nach höchster Qualität. Im Rahmen der Feierstunde überreichte er zehn Brennern Staatsehrenpreise und hob hervor, dass die Obstbrenner mit der Pflege der Streuobstwiesen auch einen großen Beitrag zum Erhalt von Kulturlandschaft und Artenvielfalt leisten.